Buch und Regie: Katja von
Garnier
109 Minuten - Farbe
Kamera - Torsten Breuer
Produktion - Olga-Film GmbH
München
DARSTELLER:
Katja Riemann
Jasmin Tabatabai
Nicolette Krebitz
Jutta Hoffmann
u.a
Ein heißer Nachmittag, irgendwo in Spanien. Linda
steht in einem dünnen Sommerkleid am Straßenrand, nur im Besitz
einer Handtasche. Ein Wagen hält, und Werner, ein dicker Deutscher,
gabelt Linda auf. Linda gibt ihm einen Zettel, auf dem steht: "Ich bin
taubstumm und auf
Ihre Hilfe angewiesen." Werner ist betroffen, sie fahren weiter. Plötzlich
wirft Linda in hohem Bogen ihre Tasche aus dem Wagen.
In einem nahe gelegenen Motel ruft Klaus seine Ex-Freundin Franziska
in München an. Er will sie überreden nachzukommen, doch Franziska
ist nicht interessiert. Im Nebenzimmer haben Werner und Linda
eingecheckt. Sie sehen fern, bis Werner auf einmal seine Schuhe
auszieht, dann seine Hose. Er hält den Gürtel hoch und sagt zu
Linda:
"Schlag mich!"
Franziska steht fröstelnd in einer Münchener Boutique und berät
Rita
beim Kauf eines roten Kaschmirpullovers. Ritas Herz rattert. Hoffentlich
schafft sie es, noch vor Ladenschluß mit dem nötigen Bargeld
zurückzukommen. Doch welche Überraschung erwartet sie zu Hause!
Ihr Ehemann Fred ist schon da und will ausgerechnet jetzt Sex. Sie
ergibt sich dem Unvermeidlichen - dem coitus domesticus, rafft das
Geld zusammen und bekommt noch ihren himmlischen Pullover.
Franziska verursacht einen Auffahrunfall und lernt so Elke kennen, die
ihr Hochzeitskleid entdeckt und dieses anprobiert. Elke erzählt vom
tragischen Tod ihres Freundes - und daß sie sich manchmal selbst
anruft, um seine Stimme auf dem Anrufbeantworter zu hören.Klaus sieht
zum ersten Mal Linda, die aber sogleich in den Wagen von Bodo steigt und
davonfährt. Ein Hochzeitssaal ist festlich geschmückt,
aber die Braut Franziska hat Zweifel, ob sie die Schuhe von Holger ein
ganzes Leben lang ertragen kann ... Tage später in Sevilla. Werner
ist da. Bodo, seine Frau Lucy und ihre Kinder sind ebenfalls eingetroffen.
Während Herbert im Hotelzimmer ein Nickerchen hält, sucht Unna
nach ihrer alten Liebe. Sie findet David, der sich aber nicht an sie erinnert.
Im bunten Treiben der "Semana Santa" begegnen sie sich endlich: Klaus und
Linda. Sie fahren zu der Stelle zurück, an der Linda ihre Handtasche
weggeworfen hat - sie ist noch da. Ein Kreis hat sich geschlossen.
Buch und Regie: Doris Dörrie
117 Minuten - Farbe
Kamera - Theo Bierkens
Musik - Roman Bunka
Produktion - Constantin Film
München
DARSTELLER
Senta Berger
Iris Berben
Uwe Ochsenknecht
Joachim Król
Gisela Schneeberger
Dietmar Schönherr
u.a.
Lara hat gehörlose Eltern. Da sie als einzige in ihrer
Familie hören und sprechen kann, stellt sie von
frühester Kindheit an das Verbindungsglied zwischen
den Eltern und der Außenwelt dar, übersetzt für sie in
den absurdesten Situationen. Als Lara von ihrer
temperamentvollen und lebenslustigen Tante Clarissa
eine Klarinette geschenkt bekommt, beginnt sie, die
Wunderwelt der Musik zu entdecken. Clarissa zieht
das Mädchen mehr und mehr in ihren Bann. Laras
Abschied vom Elternhaus und von der Kindheit nimmt
seinen Anfang ...
Regie: Caroline Link
Lola
rennt (1997)
Berlin. jetzt. Ein Sommertag, an dem eine ganz kurze Zeit über Liebe,
Leben und Tod entscheidet. Lola und Manni sind Anfang zwanzig und
ein Liebespaar. Manni jobbt als Geldkurier für einen Autoschieber.
Doch heute läuft alles schief. Als er Kontrolleuren in der U-Bahn
zu
entwischen versucht, vergißt er die Plastiktüte mit 100 000
Mark. Ein
Penner greift sich die Tüte mit dem Geld und verschwindet. In 20
Minuten will Mannis Boß das Geld abholen. Verzweifelt ruft Manni
Lola
an. Was soll er tun? Wenn er das Geld nicht auftreibt, wird er sterben.
Lolas Hirn rast: 20 Minuten, um 100 000 Mark zu besorgen. 20
Minuten, um Mannis Leben zu retten. Da kommt ihr eine Idee. Sie
stürzt aus dem Haus und läuft los. Durch die Straßen Berlins.
Lola
rennt. Um ihr Leben, um Mannis Leben, um ihre Liebe - und um
irgendwie und irgendwo Geld aufzutreiben.
Während Lola versucht, von ihrem Vater, einem Bankdirektor, das Geld
zu bekommen, dreht Manni fast durch: In seiner Verzweiflung erscheint
ihm der Überfall auf einen Supermarkt als die einzige Rettung.
Buch und Regie: Tom Tykwer
81 Minuten - Farbe
Kamera - Frank Griebe
Musik - Tom Tykwer u.a.
Produktion - X Filme Creative Pool
Berlin DARSTELLER
Franka Potente
Moritz Bleibtreu
u.a.
Als Lola bei Manni ankommt, ist es zu
spät. Erst zögert sie, dann hilft sie ihm
bei dem Überfall. Doch als sie mit dem
Geld abhauen wollen, zerreißen
Sirenen die Sommerluft.
Scharfschützen der Polizei umstellen
den Supermarkt. Und dann fallen
Schüsse ... doch mit dem scheinbaren
Ende beginnt das eigentliche
Abenteuer. Denn manchmal
entscheiden eben nur Minuten über
Leben und Tod.
Winterschläfer
(1997) 123 minutes
n den Bergen. Eine Stadt, klein und einladend. Nahebei
eine Villa,
warm und verwunschen. Nicht weit fort ein Bauernhof, der zugrunde
geht. Und fünf Menschen, deren Leben das Schicksal mit leichter Hand
wie seidene Fäden ineinander verwebt.
Da ist Laura, Krankenschwester. Sie lebt in der Villa, die ihrer
Großtante gehörte. Laura spielt an freien Abenden Theater, obwohl
sie
es nicht kann. Sie ißt nur, wenn es sich nicht vermeiden läßt.
Bei ihr
wohnt Relbecca, Übersetzerin. -
Die Welt ist ihre Auster, aber Relbecca kann warten. Sie hat alle Zeit.
Manchmal fühlt sie sich einsam, dann raucht sie. Neuerdings schläft
sie mit Marco, Skilehrer. Vielleicht ist es auch mehr, vielleicht ist es
Liebe. Marco sieht gut aus und weiß das auch. Er sieht gerne fern.
Wenn er nicht gerade Rebeccas Kühlschrank leerräumt. Aber
schließlich füllt er ihn ja auch. Gelegentlich.
Unten in der Stadt gibt es ein Kino, dort arbeitet René, Vorführer.
Er
sieht nicht gut aus. Eher angestrengt. René wohnt allein, vielleicht
ist
es auch richtig so. René fotografiert. Immer, alles. Und was er
fotografiert, das klebt er ein, mit Datum. Manchmal betrinkt er sich.
Regie - Tom Tykwer
Buch - Tom Tykwer
Anne Françoise Pyszora
123 Minuten - Farbe
Kamera - Frank Griebe
Musik - Tom Tykwer
Johnny Klimek
Reinhold Heil
Produktion - X-Filme Creative Pool
Berlin
Und da ist Theo, der Bauer. Er lebt
mit seiner Frau und drei Kindern. Viel
haben sie nicht, nur viel Arbeit.
Vielleicht schaffen sie es bald nicht
mehr.
Es ist Winter.
Wer weiß nachher schon, was vorher
wirklich passiert ist an diesem
Morgen? Sicher ist nur, was ist: ein
geklauter Alfa im Schnee versunken,
ein kranker Gaul erschossen, ein
kleines Mädchen im Koma. Die Jagd
ist eröffnet